Auf der Suche nach dem richtigen Splitboard taucht so manche Frage auf. Unser Ratgeber gibt dir die nötigen Antworten, damit du schneller auf den Berg kommst statt zu viel Zeit mit Recherche  zu verschwenden.

Die ersten Fragen, die du dir selbst stellen musst, sind in welchem Gelände du dein Board benutzen wirst und was dein Fahrstil ist.

Derzeit bieten wir drei verschiedene Splitboardmodelle an, die unter drei Kategorien von Freerideboards fallen: Allmountain Directional (Descender), Split Tail (Tree Surfer) und Round Tail (Shorty). Was sie alle gemeinsam haben ist ausgezeichneter Kantenhalt in hartem Schnee oder auf Eis, überragender Auftrieb im Tiefschnee und Camber direkt in der Mitte des Boards, was besonders bei Splitboards wichtig ist, um beim Aufstieg den nötigen Grip der Steigfelle zu erschaffen. Boards mit einem Rockerprofil (Banane…) direkt in der Mitte bieten dem Steigfell nicht genügend Auflagefläche, was schnell zum Rückwärtsrutschen beim Aufstieg führt.

Unsere Auswahl an Splitboards

Falls du nach einem Directional Allmountain Ripper suchst, der extremes Gelände handhaben kann und dennoch agil genug für Backcountry Freestyle ist, schau dir den Descender an! Der Descender kombiniert genau die richtige Menge Camber mit ‚Stranda Power Bumps’ for ultimativen Kantenhalt. Das Rockerprofil in Tip und Tail gibt dem Board viel Auftrieb im Powder und erhöht die Drehfreudigkeit in technischem Gelände und im Freestyle. Der Descender ist stabil bei hohen Geschwindigkeiten und ist die perfekte Wahl für hochalpine, technisch anspruchsvolle Abfahrten. Auch als ‚wide model‘ und in kurzer Länge für die Ladies erhältlich.

Unser Round Tail, der Shorty, hat seinen Namen von seinem kurzen Tail, welches das Fahren im Tiefschnee um einiges erleichtert. Vergiss die Ermüdungserscheinungen deines hinteren Bei! Das Tail sinkt mühelos, was der Nose an die Oberfläche verhilft ohne dein Gewicht nach hinten verlagern zu müssen. Das verlängerte Rockerprofil der Nose und der ebenso präsente Tailrocker tragen dich durch Bruchharsch und windgepressten Schnee und verleihen dem Board extremen Auftrieb – auch im leichtesten Tiefschnee. Der Shorty hat einen kurzen Camberanteil vom vorderen zum hinteren Fuß für guten Griff der Steigfelle beim Anstieg und ausgezeichneten Kantenhalt zum Carven oder in eisigen Couloirs. Der etwas größere Radius verleiht diesem Rip Stick viel Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Auch in damenspezifischer Länge erhältlich.

Der Tree Surfer ist der Traum eines jeden Tiefschneeliebhabers. Er hat eine breite, verlängerte Nose und einen kurzen, progressiven Kurvenradius. Diese Kombination sorgt für extrem viel Auftrieb und ein hohes Maß an Drehfreudigkeit, was für ein spielerisches Fahrgefühl sorgt – surfy! Kombiniert mit dem Steuereffekt des Split Tails is der Tree Surfer das perfekte Splitboard für enge Waldabfahrten, extrem tiefen Schnee oder einfach nur das perfekte Surfgefühl. Schnell, präzise und verspielt, das ist der Tree Surfer. Vergiss deine Grenzen und bring deine Fähigkeiten auf ein neues Niveau mit diesem einmaligen Shape.

Wir haben ein komplettes Splitboard-Set mit Bindungen und Fellen zu einem wirklich guten Preis zusammengestellt.

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Das nötige zubehör

In  diesem Abschnitt erklären wir, was eine gute Splitboardbindung ausmacht, welche Arten von Steigfellen es gibt und was bei der Wahl der richtigen Boots zu beachten ist. Scroll runter für die Equipmentschlacht…

STEIGFELLE

Steigfelle sind quasi wie Winterreifen für dein Auto. Sie ermöglichen es dir, fast überall rauf zu gehen ohne rückwärts zu rutschen. Die Felle sind prinzipiell selbstklebende Gewebestreifen, die in drei unterschiedlichen Materialkombinationen angeboten werden: Nylon, Mohair oder ein Mix aus den beiden. Felle aus Mohair gleiten am besten, sind aber nicht so haltbar wir Nylon. Stranda Felle sind eine Kombination aus Nylon und Mohair, um ein gutes Gleichgewicht aus Gleitfähigkeit, Grip, Haltbarkeit, Gewicht und Packmaß zu gewährleisten. Unsere Felle sind fertig für dein Stranda Board zugeschnitten, so dass du direkt auf Tour gehen kannst.

BINDUNGEN

Eine Splitboardbindung muss mehr leisten als nur deine Füße mit dem Brett zu verbinden. Sie ist das Element, das die zwei Boardhälften verbindet und sorgt für Effizienz beim Aufstieg. Eine normale Bindung ist zum Splitboarden ungeeignet.

Stundenlange Anstiege sind ermüdend. Somit ist Gewicht ein wichtiger Aspekt bei der Wahl einer guten Bindung. Je leichter und steifer, desto teurer. In unserem Paketangebot bieten wir mit Plum eine der besten Splitboardbindungen auf dem Markt an. Plum bietet den Vorteil, dass die Bindungen die zwei Boardhälften aktiv zusammenziehen und somit herausragende Boardkontrolle liefern

Splitboard clips

Boardclips sind ungefähr 15 bis 30 cm von Tip und Tail entfernt platziert und halten die Boardhälften zusammen. Mit dem Ziel, ein Fahrgefühl zu vermitteln, das einem regulären Board gleicht, sind Boardclips von großer Bedeutung. Wir verwenden Phantom’s Hercules Hooks: leicht, sicher und einstellbar!

Splitboard boots

Falls du nur kurze Trips in flacherem Gelände planst oder nur mal hier und da einen kurzen Anstieg aus dem Skigebiet vornimmst, ist im Prinzip jeder Boot okay.

Sobald du jedoch längere Touren unternimmst und/oder ins hochalpine Gelände gehst, wo du viel traversieren musst und ständig Spitzkehren schlägst, wirst du einen Boot mit mehr seitlichem Halt benötigen. Ansonsten werden deine Sprunggelenke leiden…

Falls du vorhast, extrem steiles Gelände zu Fuß und mit Steigeisen zu begehen, benötigst du sehr steife Sohlen mit einer speziellen Spitze, die Steiglöcher in harte Oberflächen treten kann.

Die ganz extremen Kandidaten unter euch sollten sich vielleicht sogar mit der Idee anfreunden, Tourenstiefel aus dem Skibereich zu verwenden. Sogenannte Hardboots bieten extrem leichtes Gewicht mit der Möglichkeit, automatische Steigeisen zu verwenden und gewährleisten dabei höchstmögliche seitliche Steifheit. In diesem Falle brauchst du eine andere Bindung für die Abfahrt! Plum bietet das Modell SOK an, welches wir ebenfalls anbieten.

SplitboardstöckE

Am besten suchst du dir Stöcke, die, wenn zusammengefaltet, in deinen Rucksack hinein passen (z.B. Black Diamond Compactor Poles). Auch hier gilt wie immer „je leichter, je teurer“. Doch um ehrlich zu sein, leichter ist oftmals auch weniger langlebig. Suche dir ein Paar Aluminiumstöcke, und du wirst für lange Zeit glücklich sein!

Sicherheitsausrüstung

Verlasse die kontrollierten Pisten niemals ohne die notwendige Sicherheitsausrüstung und das Wissen, diese zu bedienen! Was du unbedingt brauchst sind: Erste Hilfe Kit, Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Lawinensonde, Lawinenschaufel und einen stabilen Rucksack mit Vorrichtung zum Tragen deines Boards, der groß genug ist für extra Kleidung und Wasserreserven.

Wir empfehlen unbedingt den Besuch eines Lawinenkurses, um für den Ernstfall die Verschüttetensuche und Rettung zu erlernen.

Beachte immer den lokalen Lawinenlagebericht und merke: Warnstufe 3 bedeutet ‚erhebliche Lawinengefahr‘ !

(Definition von Stufe 3: „Eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Erfahrung in der Lawinenbeurteilung notwendig. Angegebene Steilhänge und Hangexpositionen möglichst meiden.“)